Jaron Siewert Schlaganfall: Der Ex-Meistertrainer offenbart schweren Schicksalsschlag nach Rauswurf bei den Füchsen

Jaron Siewert lors de son interview choc sur son second Schlaganfall en 2025.

Berlin – Die Handball-Welt ist in Aufruhr: Jaron Siewert, der jüngste Meistertrainer der Bundesliga-Geschichte, hat in einem emotionalen Interview erstmals öffentlich über seinen zweiten Schlaganfall gesprochen. Der 32-Jährige erlitt den Vorfall Ende Oktober – nur zwei Monate nach seiner überraschenden Entlassung bei den Füchsen Berlin. Die Nachricht, die zunächst in deutschen Medien kursierte, sorgt nun auch in Frankreich und international für Betroffenheit und Diskussionen in der Handball-Community.

Siewert, der 2025 die Füchse sensationell zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte geführt hatte, war im September 2025 zusammen mit Sportvorstand Stefan Kretzschmar freigestellt worden. Die Entscheidung kam für viele Beobachter wie ein Schock – erst recht, da Siewert als Berliner Eigengewächs galt, der den Verein von Jugend an durch alle Stationen begleitet hatte. Statt einer Vertragsverlängerung folgte das Aus. Und dann, in einer Phase, in der er eigentlich zur Ruhe kommen wollte, traf ihn der nächste gesundheitliche Tiefschlag.

In einem ausführlichen Gespräch mit dem Streamingdienst Dyn brach Siewert nun sein Schweigen. „Zwei Monate nach meinem Rausschmiss habe ich einen Schlaganfall erlitten. Und da bin ich wirklich am Boden angekommen. Das hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen“, sagte er sichtlich bewegt. Es war bereits der zweite derartige Vorfall: Bereits im August 2022, damals erst 28 Jahre alt, hatte Siewert während der Saisonvorbereitung einen Schlaganfall erlitten – verursacht durch ein Blutgerinnsel im Gehirn. Damals kämpfte er sich zurück, ohne bleibende Schäden, und führte die Füchse wenig später zu großen Erfolgen, darunter den Einzug ins EHF FINAL4 und schließlich die Meisterschaft.

Diesmal, so Siewert, sehen die Ärzte keinen direkten Zusammenhang mit dem beruflichen Stress. „Die Ärzte haben mir zugesichert, dass es nicht mit Stress zusammenhängt, sonst wäre es in der Saison passiert oder spätestens zum Saisonfinale“, erklärte er. Stattdessen machen die Mediziner ein Medikament verantwortlich, das ihm nach dem ersten Vorfall 2022 verschrieben worden war – ein Blutverdünner, der sich nach neuesten Erkenntnissen offenbar nicht für alle Schlaganfall-Patienten eignet. Siewert wurde umgestellt, und er betont, dass es ihm mittlerweile wieder besser gehe: „Mit dem neuen Mittel geht’s mir ganz gut, und ich blicke nach vorne.“

Die Enthüllung löst in der Handball-Szene eine Welle der Anteilnahme aus. Viele Fans und Experten fragen sich, ob der immense Druck der vergangenen Jahre – von der frühen Übernahme als Trainer mit 26, über den ersten gesundheitlichen Schock bis hin zum plötzlichen Rauswurf trotz Erfolgen – Spuren hinterlassen hat. Siewert selbst hatte bereits nach 2022 betont, gelassener und lebensbejahender geworden zu sein. „Man weiß nie, wie schnell der Erfolg ein Ende findet“, sagte er damals. Nun wirkt diese Aussage prophetisch.

In Frankreich, wo der Handball einen hohen Stellenwert genießt, wird die Geschichte von Siewert mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Viele erinnern sich an den jungen Deutschen, der mit den Füchsen in der EHF Champions League und European League für Furore sorgte. Die Kombination aus sportlichem Aufstieg, gesundheitlichen Rückschlägen und dem abrupten Karriereknick fasziniert und besorgt zugleich. In den sozialen Netzwerken häufen sich Nachrichten der Unterstützung: „Reiß dich zusammen, Jaron – die Community steht hinter dir“, schreibt ein Fan. Andere kritisieren die Füchse-Führung scharf: „Erst ausnutzen, dann fallenlassen – und jetzt das.“

Siewert selbst hält sich derzeit bedeckt, was seine berufliche Zukunft angeht. Er ist aktuell ohne Verein, doch mit seiner Vita – jüngster Meistertrainer, Erfolge in der Bundesliga und auf europäischer Ebene – dürfte er nicht lange ohne Angebot bleiben. Die Handball-Welt hofft, ihn bald wieder an der Seitenlinie zu sehen, gesund und motiviert. Bis dahin bleibt die Botschaft klar: Hinter jedem Erfolg steckt ein Mensch – und manchmal fordert das Leben einen hohen Preis.

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